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Die Herkunftsländer der Flüchtlinge

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<b>Serbien<br /></b>Der EU-Beitrittskandidat erlebt das sechste Jahr in Folge eine Rezession. Minderheiten wie die Roma werden in Serbien diskriminiert. Es fehlt an funktionierenden rechtsstaatlichen Strukturen. Nur 0,2 Prozent der Asylantragssteller erhalten in Deutschland eine Anerkennung. Ähnlich niedrig sind die Anerkennungsquoten für Mazedonier (0,3) und Asylbewerber aus Bosnien und Herzegowina (0,3).
<b>Kosovo<br /></b>Der Kosovo gilt als das Armenhaus Europas. Seit 2008 ist das Land unabhängig und wird von den meisten europäischen Ländern und der USA als souveräner Staat anerkannt. Durch die weiterhin starke Einflussnahme der Serben herrschen teils parallele Staatsstrukturen und die wirtschaftliche Entwicklung ist durch die Unsicherheiten ins Stocken geraten. Armut und politische Unzufriedenheit gelten nach der Genfer Flüchtlingskonvention aber nicht als Gründe für Asyl. Die Anerkennungsquote für Flüchtlinge aus dem Kosovo liegt bei 1,1 Prozent.
<b>Albanien</b> Den Menschen in Albanien macht die organisierte Kriminalität im eigenen Land, Schattenwirtschaft und die gewaltsamen Auseinandersetzungen rivalisierender Clans zu schaffen. 14 Prozent der Bevölkerung gelten als arm. Die Anerkennungsquote der Albaner in Deutschland liegt bei 2,2 Prozent.
<b>Syrien</b> <br />In dem Bürgerkriegsland haben seit 2011 rund 220 000 Menschen ihr Leben verloren. Ausgelöst wurde der Bürgerkrieg durch das brutale Vorgehen von Präsident Baschar al-Assad gegen die Bevölkerung, die für mehr Freiheit und Rechte demonstrierte. Regierung und ihre Milizen gehen auch gezielt mit Bomben, Streumunition und wohl auch Giftgas gegen die<b> </b>Zivilbevölkerung vor. Zudem haben sich islamistische Gruppierungen wie der IS und die Al-Nusra-Front ausbreiten können. Die Hälfte der einst 22 Millionen Syrer ist auf der Flucht. Die Anerkennungsquote syrischer Asylbewerber liegt bei 89,3 Prozent.
<b>Irak<br /></b>Die Lage im Irak ist seit dem Eingreifen der Amerikaner<b> </b>2003 instabil. Es herrschen politische und ethnische Gewalt. Die Ausbreitung<b> </b>des Islamischen Staats seit 2014 hat die Lage noch einmal erheblich verschärft.<b> </b>In den vom IS eroberten Gebieten kommt es zu Massen-Morden, Vergewaltigungen<b> </b>und ethnischen Säuberungen. Rund vier Millionen Iraker sind auf der Flucht. Ihre Anerkennungsquote liegt bei 73,9 Prozent.
<b>Eritrea</b> <br />1993 erlangte Eritrea seine Unabhängigkeit von Äthiopien. Seitdem<b> </b>wird es es ohne parlamentarische Kontrolle durch Präsident Isayas Afewerki regiert. Das afrikanische Land ist ein totalitärer und repressiver<b> </b>Militärstaat. Menschen werden willkürlich festgenommen und gefoltert. Der Staat kann auf unbestimmte Zeit Militär- und Arbeitsdienste von seinen Bürgern verlangen, sie also faktisch versklaven. Anerkennungsquote in Deutschland: 55,2 Prozent.
<b>Afghanistan</b> <br />Die Sicherheitslage hat sich seit dem Abzug der internationalen Truppen aus Afghanistan 2014 massiv verschlechtert. Verstärkte Angriffe der Taliban und wieder aufflammende Stammesfehden ziehen die Zivilbevölkerung in Mitleidenschaft. Weltweit sind 3,7 Millionen Afghanen auf der Flucht. Die Anerkennungsquote in Deutschland: 46,7 Prozent.