AUSSICHTSPLATTFORM Die Holzgestelle entlang der Mauer boten Neugierigen und Touristen die Möglichkeit, einen Blick über die Sperren in den Osten zu werfen.
WOHNGEBIETE Wohngebiete, die im Grenzbereich lagen, konnten zum Teil nur mit Passierschein erreicht werden. Viele Keller wurden mit Beton verstärkt, um den Bau von Tunneln zu verhindern.
(Foto: dpa) BEOBACHTUNGSTÜRME Auf dem Todesstreifen standen 302 Wachtürme. Sie waren entweder viereckig oder pilzförmig und mit Soldaten der DDR-Grenztruppen besetzt, die auf Flüchtende schießen durften. Heute stehen von den Türmen noch drei. Sie sind denkmalgeschützt. stage.mittelbayerische.de
LICHTERTRASSE Bogenlampen leuchteten den Todesstreifen nachts taghell aus.
KFZ-SPERRZONE Sogenannte „Tschechen-Igel“ aus kreuzweise verschweißten Eisenbahnschienen dienten als Kraftfahrzeug- und Panzersperren. Teilweise lagen hinter ihnen Stahlteppiche mit 14 Zentimeter langen Dornen, im Westen „Stalinrasen“ genannt.
KOLONNENWEG Auf einer Strecke von 124 Kilometern konnte die Grenze von motorisierten Patrouillen abgefahren werden. 12 000 Mann waren in Berlin in die Grenzbewachung eingebunden.
DIE MAUER Das „vordere Sperrelement“ (offizielle DDR-Bezeichnung) verlief sowohl zwischen West- und Ostberlin als auch zwischen Westberlin und der angrenzenden DDR und war 156,4 Kilometer lang. Ab 1968 bildeten Betonfertigteile den Abschluss der Grenzanlage nach Westen. Dieses Bauwerk galt im Volksmund als „die Mauer“. Ein wenige Meter breiter Streifen gehörte noch zur DDR. Die einzelnen Elemente waren zwischen 3,40 und 4,20 Meter hoch, 1,20 Meter breit und etwa 2,6 Tonnen schwer. Selbst für schwere Fahrzeuge war die Mauer damit unüberwindbar. Sie wurde mit einer Rohrauflage versehen, damit sich Flüchtlinge nicht festhalten konnten. Nach dem Mauerfall 1989 wurden die meisten mit Graffiti besprühten Teile der Mauer im Rahmen einer Versteigerung verkauft. Heutzutage sind entlang des ehemaligen Grenzstreifens nur noch Teile der Mauer zu sehen, unter anderem an der Gedenkstätte Berliner Mauer (Bernauer Straße) oder an der East Side Gallery (Mühlenstraße).<br /> www.mittelbayerische.de Die Deutsche Einheit ist eine Erfolgsgeschichte, sagt der Politikwissenschaftler Klaus Schroeder im Interview mit MZ-Korrespondent Reinhard Zweigler.
TÜREN<br />Da auch die Westseite der Mauer zur DDR gehörte, gab es Türen durch die Grenzsoldaten zu Inspektionszwecken auf die andere Seite gelangen konnten. Die Türen ließen sich nur zu zweit öffnen.
GRENZSIGNALZAUN Der Zaun aus Streckmetall war übermannshoch, 127 Kilometer lang und mit Stachel- und Signaldraht ausgerüstet. Wer ihn berührte, löste einen stillen Alarm aus, der nur auf den Wachtürmen registriert wurde. Im Bereich des Signalzauns gab es zudem 259 Hundelaufanlagen.
HINTERLANDMAUER Die erste Sperranlage auf der östlichen Seite der Mauer. Sie war zwei bis drei Meter hoch. An manchen Stellen übernahmen Brandmauern von Häusern die Funktion der Hinterlandmauer. Östlich hinter dieser Mauer konnte ein Patrouillenweg verlaufen.
KONTROLLSTREIFEN Der Boden war nicht mit Gras eingesät und immer frisch geeggt. So konnten sich Fußspuren abbilden. Der Streifen durfte auch von Grenzsoldaten nicht grundlos betreten werden. Zwischen Streifen und Fertigteilmauer konnte eine zusätzliche Vertiefung als Kfz-Sperre verlaufen.
www.youtube.com Tagesschau vom 9. November 1989
Über die Zahl der Toten an der Mauer und der innerdeutschen Grenze gibt es stark voneinander abweichende Zahlen. Die hier verwendete Zählung der Berliner Staatsanwaltschaft erfasst nur die Todesfälle, die nachweislich auf Gewalt der DDR-Organe zurückgehen. Die Zahl der Opfer liegt vermutlich höher. stage.mittelbayerische.de
www.mittelbayerische.de Trabis und den Sandmann kennt jeder – aber wie sieht es mit dem Freisitz und der Karlsbader Schnitte aus? Eine Suche nach Überbleibseln der DDR.