TA 3: Nürnberger Gesetze
<div> Am 17. Juni 1937 wurde dieser Artikel von oberster Verwaltungsstelle in einer Regime-nahen Regensburger Zeitung zum Umgang von Beamten mit Juden veröffentlicht. Er befasst sich mit der vorgeschriebenen Vorgehensweise von Beamten im Umgang mit Juden gemäß der Nürnberger Gesetze. </div>
<div><i>Transkript:</i></div><div>Der deutsche Beamte – und das treffe für seine Angehörigen genauso zu – habe in seinem persönlichen Umgang mit Juden (Volljuden) bestimmte Grenzen zu ziehen und einzuhalten, um nicht gegen die nationalsozialistische Weltanschauung, gegen Grundforderungen des nationalistischen Staates und damit auch gegen die Beamtenpflicht zu verstoßen. Jeder persönliche Verkehr des Beamten mit einem Juden (Volljuden) sei demnach unzulässig, wenn er nicht ausschließlich in geschäftlichen Dingen (Jude als Hauswirt) stattfinde. Er müsse sich dann auf das unumgängliche Maß beschränken. Jeder sonstige Verkehr und persönliche Umgang eines Beamten mit einem Volljuden verstoße gegen die Pflichten eines Beamten im nationalsozialistischen Staat, und dies könne strafrechtliche Maßnahmen nach sich ziehen. </div>
<div>Quelle: </div><div>Stadtarchiv Regensburg ZR 13 334</div>

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