TA 4: Zerstörte Synagoge
<div>In der Reichspogromnacht, von den Nationalsozialisten auch euphemistisch "Reichskristallnacht" genannt, wurden in vielen deutschen Städten zahlreiche jüdische Geschäfte, Wohnhäuser und sogar Synagogen demoliert oder komplett zerstört.</div>
<div><i><span style="font-size:10px;">zum Nachlesen:</span></i></div><div><br></div><div><b><span style="font-size:16px;">Das Novemberpogrom von 1938</span></b></div><div>Ein Beitrag im Lebendigen Museum Online von Carola Jüllig</div><div><br></div><div><br></div> www.dhm.de Das Online-Portal zur deutschen Geschichte vom 19. Jahrhundert bis heute. Epochendarstellung mit Sammlungsobjekten, Foto-, Audio- und Filmdokumenten, Biografien, Chroniken, Zeitzeugen.
<div><i>Transkript aus der nationalsozialistischen Tageszeitung Bayerische Ostmark vom 11.November.1938</i></div><div><b>Schandfleck im Stadtbild verschwindet</b></div><div>Der Abbruch der Synagoge aus Sicherheitsgründen ist eingeleitet</div><div>Der Oberbürgermeister der Stadt Regensburg hat als Leiter der Baupolizeibehörde gestern angeordnet, dass unverzüglich die Maßnahmen zum Abbruch der Synagoge einzuleiten sind. Das Stadtbauamt hat daraufhin die erforderlichen Schritte sofort unternommen, sodass voraussichtlich noch heute mit der Niederlegung des Judentempels begonnen wird. Der Abbruch erfolgt aus Sicherheitsgründen, da durch den Einsturz der Kuppel die Verspannungen gelockert sind und das Gebäude so baufällig geworden ist, dass die hochragenden Mauern abzubrechen drohen und eine Gefahr für die Passanten und den Verkehr darstellen.</div>
<div>Hier zu sehen sind die Trümmer der in der Nacht vom 09. auf den 10.November 1938 zerstörten Regensburger Synagoge, die nach ihrer Erbauung 1912 nur 26 Jahre gestanden hatte. </div>
<div>Die verbogenen Metallbalken deuten auf die Verwendung von heiß verbrennendem Brandbeschleuniger hin, wodurch sich Brandstiftung eindeutig feststellen lässt. </div>
<div><i><b>Zitat aus dem Bericht des Städtischen Brandschutzamtes:</b></i></div><div><i><span style="font-size:16px;"> </span></i><span style="font-size:16px;">"In der Synagoge in der Schäffnerstr. war ein Brand entstanden, der sich rasch auf den ganzen Innenraum ausbreitete. Für die umliegenden Gebäude wurden sofort fünf C-Leitungen bereitgelegt, um ein Übergreifen des Feuers zu verhindern.“</span></div><div><br></div><div>Laut dieses Berichtes wurde also wirklich nicht versucht, die Synagoge zu retten, sondern es wurden nur für die umliegenden Gebäude Leitungen gelegt und somit ein Abbrennen des Gebetshauses forciert.</div>
<div>Quelle:</div><div>Stadtbildstelle</div>

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