122 kg Plastikmüll produziert ein Stuttgarter Bürger jährlich. (Quelle: Abfallwirtschaft Stuttgart, 2010). 16 Mio Tonnen Verpackungen werden in Deutschland pro Jahr weggeworfen und haben damit den größten Anteil am Abfallaufkommen (62%).<br />
Die Sammellaster bringen Gelbe Säcke zur Müllverwertungsanlage. Wenn der Müll aus weiter enfernten Orten kommt, wird er vorher zu Ballen zusammengepresst. <br />
Sortieranlage: die Abfälle werden mit Hilfe von Lasern, Infrarot-Technik, Magneten &amp; Zentrifugen mit hoher Geschwindigkeit getrennt.<br />
Um den Kreislauf zu vervollständigen, wird neues hochwertiges Plastik hergestellt bzw. zum recycelten Granulat hinzugefügt. Dazu wird Erdöl benötigt. <br />
Die Abgase der Müllverbrennung werden zur Erzeugung von Wäremeenergie verwendet. Allerdings enthalten sie viele Schadstoffe.<br />
In einem Kessel werden die Abfälle bei bis zu 1200°C verbrannt. Vorteil: Das Volumen des Mülls nimmt ab, es ist günstig &amp; umweltfreundlicher als eine Deponie. Allerdings enstehen hohe CO2 Emissionen. Die Müllverbrennung nimmt immer mehr zu - 2010 wurden 42 Mio t Abfälle in thermischen Anlagen verbrannt.
30% der Abfallmenge sind Schlacke &amp; Asche, die z.B. für den Straßenbau verwendet werden. <br />
2,6 Mio Tonnen Kunststoff werden jährlich zur Herstellung von Verpackungen wie Joghurtbechern &amp; Flaschen verwendet.<br />
Bei einer Wiederverwertung von sortenreinen Abfallstoffen entstehen neue Produkte z.B. PET-Flaschen. Diese enthalten ca. 30-40% recyceltes Material. Es wird zusätzlich neuer Kunststoff benötigt. <br />
Downcycling: Minderwertiges Kunststoff-Granulat kann z.B. zu Gartengeräten oder zur sprichwörtlichen Parkbank verarbeitet werden. Diese Produkte haben nicht mehr die hohe Materialqualität der Ausgangprodukte. Sie können nicht endlos verwertet werden. Irgendwann können sie nur noch als Dämmmaterial dienen oder werden verbrannt.<br />
Mit Hilfe eines Extruders wird ein Granulat hergestellt, das als Rohstoff für neue Produkte verwendet wird. Allerdings können sie nicht mehr für Lebensmittelverpackungen verwendet werden.
230 Mio Tonnen Kunststoff werden weltweit pro Jahr hergestellt. Erdöl ist jedoch ein knapper und teurer Rohstoff. Alternativen wie Biokunststoffe sollten vermehrt eingesetzt werden. <br />
Schwarzer Kreis: Hochwertiger Kunststoff, der z.B. für Lebensmittelverpackungen, wie Joghurtbecher verwendet wird.
Blaues Viereck: Bereits recycelter Kunststoff - aus sortenreinen Abfallstoffen (Granulat + hochwertiger Kunststoff) z.B. Mehrweg-PET-Flaschen
Rotes Dreieck: &quot;Downgecycelter&quot; Kunststoff aus minderwertigen Misch-Granulat aus dem z.B. Eimer, Rohre, Bodenbeläge, Paletten hergestellt werden
Plastikprodukte befinden sich überall in unserem Haushalt. Sie sind vielfältig einsetzbar aufgrund ihrer Eigenschaften: hart/weich, dehnbar/starr, hitze-/kältebeständig, bunt/transparent. Genau das macht sie jedoch zu einem Problemstoff beim Recycling.
Kunststoffabfälle werden gereinigt und zu „Flakes“ verarbeitet.