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Das Öl der Arktis

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Das Öl aus Arktis-Offshorebohrungen landet zunächst im Hafen von Rotterdam. Was passiert danach? Wahrscheinlich wird das Öl in einer Raffinerie im Hafen weiterverarbeitet, bevor es auf den Markt gebracht wird. Wer die aus dem Rohöl hergestellten Produkte anschließend kauft, kann zur Zeit nicht bestimmt werden. www.flickr.com Netherlands, Rotterdam, Nieuwe Waterweg, Fruitterminal, Waalhaven, RDM, Heijplaat, Eemhaven, Wilhelminahaven, Ships (uncut) Shot ten days ago on our way to Faro, 2 minutes after take-off from what we still call "Zestienhoven" but is called Rotterdam-The Hague airport now. beta.trekearth.com/workshops/1393453/photo197652.htm
Der Tanker "Mikhail Ulyanov" ist am 1. Mai im Rotterdam angekommen - begleitet von Protestaktionen von achtzig Greenpeace-Aktivisten im Hafen. Statt auf der Route A (rote Linie) den direkten Weg zu nehmen, hatte das Schiff in Murmansk einen Zwischenhalt eingelegt. Eigentlich sind die Ulyanov und ihr Schwesterschiff, die "Kirill Larvov", für den Transport des Öls zwischen Murmansk und der Plattform gebaut worden (s. die orange "Route B"). Die 260 Meter langen Doppelhüllen-Tanker verfügen über Eisbrecher-Qualitäten und eine 35 Mann starke Besatzung. www.flickr.com Der Shuttle-Tanker Mikhail Ulyanov auf Reede vor Gibraltar. Mit diesem Tanker soll das Öl von der Bohrinsel nach Murmansk oder in einen europäischen Hafen (wahrscheinlich Rotterdam) transportiert werden. Die Ulyanov und ihr Schwesterschiff, die Kirill Lavrov, sind knapp 260 Meter lange Doppelhüllen-Tanker mit Eisbrecher-Qualitäten und 35 Mann Besatzung
Route B: Statt des direkten Transports nach Europa werden die Shuttletanker "Mikhail Ulyanov" und "Kirill Larvov" das Öl in Zukunft zunächst zu einem sogenannten "Floating Storage Tanker" transportieren. Die Belokamenka liegt als schwimmendes Öllager nördlich von Murmansk vor Anker. Von der Belokamenka wird das Öl auf andere Tanker umgeladen, die es anschließend auf den europäischen Markt bringen. Die Belokamenka gehört der russischen Ölfirma ROSNEFT, die ihre Tank-Kapazitäten an andere Ölfirmen, z.B. LUKOIL und evtl. GAZPROM vermietet. Zwischen 2004 und 2010 wurden 30 Millionen Tonnen Öl über sie umgeschlagen, seitdem scheint die Exportmenge aber stark rückläufig www.flickr.com Die Belokamenka ist ein "Floating Storage Tanker", der als schwimmendes Öllager nördlich von Murmansk vor Anker liegt. Sie gehört der russischen Ölfirma ROSNEFT, die ihre Tank-Kapazitäten an andere Ölfirmen, z.B. LUKOIL und evtl. GAZPROM vermietet. Zwischen 2004 und 2010 wurden 30 Millionen Tonnen Öl über sie umgeschlagen, seitdem scheint die Exportmenge aber stark rückläufig. (c) Igor Dilo / shipspotting.com
Mit der Prirazlomnaya-Plattform hat Gazprom Ende 2013 als erstes Unternehmen weltweit damit begonnen, Öl aus arktischen Gewässern zu fördern. In den ersten beiden Jahren (2013 - 2014) soll die Plattform zwischen 0,4 und 0,9 Millionen Tonnen Öl fördern. Im Jahr 2020 soll die Fördermenge einen Spitzenwert von bis zu 7 Millionen Tonnen pro Jahr erreicht haben. Das Ölfeld enthält geschätzte 72 Millionen Tonnen förderbares Öl. Das Feld soll über die nächsten 25 Jahre ausgebeutet werden. Die Qualität des Öls gilt als minderwertig, da das Öl sehr schwefelhaltig ist. Der Bau der Plattform dauerte insgesamt 15 Jahre, von denen das Konstrukt 6 Jahre rostend in einer Werft in Murmansk lag. Beim Bau wurden Teile einer ausrangierten Nordseeölplattform verwendet. Insgesamt gilt die Plattform als technisch überholt. www.flickr.com QSB0ZWFtIG9mIDYgR3JlZW5wZWFjZSBhY3RpdmlzdHMgaW5jbHVkaW5nIEV4 ZWN1dGl2ZSBEaXJlY3RvciBvZiBHcmVlbnBlYWNlIEludGVybmF0aW9uYWws IEt1bWkgTmFpZG9vLCBib2FyZCBlbmVyZ3kgZ2lhbnQgR2F6cHJvbRlzIEFy Y3RpYyBvaWwgcGxhdGZvcm0gUHJpcmF6bG9tbmF5YSBvZmYgdGhlIE5vcnRo LWVhc3Rlcm4gY29hc3Qgb2YgUnVzc2lhIGluIHRoZSBQZWNob3JhIFNlYS4g VGhlIGFjdGl2aXN0cyBoYXZlIHN1cHBsaWVzIHRoYXQgd2lsbCBsYXN0IGZv ciBzZXZlcmFsIGRheXMuIEdhenByb20gbG9va3Mgc2V0IHRvIGJlZ2luIGZ1 bGwgY29tbWVyY2lhbCBkcmlsbGluZyBvcGVyYXRpb25zIGJ5IGVhcmx5IG5l eHQgeWVhciwgYmVjb21pbmcgdGhlIGZpcnN0IGV2ZXIgY29tcGFueSB0byBz dGFydCBjb21tZXJjaWFsIG9pbCBwcm9kdWN0aW9uIGluIHRoZSBvZmZzaG9y ZSBBcmN0aWMu
Im Auftrag von Greenpeace und dem WWF haben Risiko-Experten von "Informatica Riska" im Jahr 2012 die Fläche berechnet, die nach einem Ölunfall an der Prirazlomnaya kontaminiert werden könnte. Dafür haben sie Daten für Tausende von möglichen Szenarien herangezogen. Das Ergebnis: Insgesamt befinden sich 140.000 Quadratkilometer offenen Gewässers in der Risikozone - das entspricht der Größe Irlands. Für ihre Berechnungen haben die Experten eine breite Palette verschiedener Variablen berücksichtigt: das Volumen des austretenden Öls, meteorologische Bedingungen bei einem Unfall (d.h. Windstärke und -richtung, Wellengang, Eis) und Gazproms Unfall-Maßnahmen. Für die Menge an auslaufendem Öl wurden 1.500 Tonnen Öl für einen Unfall an den Bohrlöchern und 10.000 Tonnen für ein Tankerunglück zugrundegelegt. (Zum Vergleich: Beim Exxon Valdez-Unglück sind 1985 40.000 Tonnen ausgelaufen). In der Risikozone befinden sich in fünfzig bis sechzig Kilometer Entfernung von der Plattform drei Schutzgebiete, darunter das Naturschutzgebiet Nenetsky. www.flickr.com Die mögliche Risikozone nach einem Ölunfall an der Gazprom-Plattform Prirazlomnaya. Ausgetretene Menge: 10.000 Tonnen Öl über einen Zeitraum von 5 Tagen.
Extreme Temperaturen und Wetterbedingungen, driftende Eismassen und die Entlegenheit der Region machen aus Ölbohrungen in der Arktis ein unkalkulierbares Wagnis. Es gibt keine erprobte Technologie, mit der Öl, das nach einem Unfall unter die Eisschichten ausgelaufen ist, wieder beseitigt werden könnte. Das benötigte Notfall-Equipment befindet sich zu einem Großteil im 1000 Kilometer entfernten Murmansk. Wenn - was aufgrund der Abgeschiedenheit der Bohrstellen möglich erscheint – nach einem Unfall nicht rechtzeitig Entlastungsbohrungen durchgeführt werden können, kann es passieren, dass schlimmstenfalls monatelang Öl aus dem Leck strömen könnte. www.youtube.com Massive safety fails and WTF?! moments on Russian Arctic oil rig. http://www.savethearctic.org Music: Нефть (Oil) by DJ Smash & Vengerov & Bobina feat. Matua...
An Land sind die Folgen ungebremster Ölförderung in Russland allgegenwärtig. In der Komi-Republik hat die Ölindustrie im Vertuschen von Unfällen und Pipelinebrüchen besonders viel Erfahrung. Greenpeace-Ölexperte Jörg Feddern hat die gebeutelte Region besucht und berichtet in einer Online-Reportage von seinen Eindrücken: http://issuu.com/greenpeacede/docs/aufspurensuche issuu.com Seit den 60ern sorgt die russische Ölindustrie für eine schleichende Ölpest in der Komi-Republik. Jörg Feddern, Ölexperte bei Greenpeace, ist in die betroffene Region gereist, um sich ein Bild vom Ausmaß der Ölkatastrophe zu machen. Zur Reihe "Auf Spurensuche": Von wegen schwarzes Gold – zu häufig verlieren Ölkonzerne bei ihrem dreckigen Geschäft die Kontrolle. Nach kurzer Medienaufmerksamkeit sind die Ölkatastrophen vergessen. Greenpeace geht auf Spurensuche und deckt die Folgen auf. Ausgabe 1: http://issuu.com/greenpeacede/docs/mexiko-layout_1504_fin
Die Ausdehnung der arktischen Meereisdecke ist seit 1979 um 30 Prozent zurückgegangen. Die gelbe Linie auf dem Satellitenbild markiert die maximale Ausdehnung des Meereises dreißig Jahren vor dem historischen Tiefstand am 16. September 2012. Weil gleichzeitig auch das verbleibende Eis bedeutend dünner geworden ist, beläuft sich der Schwund der arktischen Meereismasse im Sommer bereits auf 75 Prozent. Grausame Ironie: Wegen des Rückgangs der Meereisfläche können Konzerne wie Gazprom und Shell immer tiefer in die Region vordringen, um die Ölfelder der Arktis auszubeuten. www.flickr.com Die Satellitenbildaufnahme zeigt die Ausdehnung der arktischen Meereisdecke am 16.September während eines Rekord-Tiefstandes. Die gelbe Linie markiert die maximale Ausdehnung dreißig Jahre zuvor.
Seit April 2013 gibt es eine gemeinsame Absichtserklärung zwischen Shell und Gazprom zukünftig in der russischen Arktis nach Öl und Gas zu suchen. Projekte in der Tschuktschensee in der Petschorasee sollen erschlossen werden. www.youtube.com ► Helfe den "Arctic 30": http://bit.ly/freethearctic30 ► Nichts verpassen: Abonniere unseren Kanal! ► Klicke unter dem Film auf "Gefällt mir" ► Werde Arktiss...
Andernorts in Russland haben die Wettbewerber von Gazprom Multi-Milliarden-Dollar-Deals mit westlichen Ölkonzernen organisiert, um nach Öl in der Arktis, z.B. in der Karasee, zu bohren.
Naturschutzgebiet Nenetsky: In etwa sechzig Kilometer Entfernung von der Prirazlomnaya befindet sich das Naturschutzgebiet Nenetsky. Es könnte nach einem Ölunfall an der Plattform unmittelbar von den Folgen betroffen sein. Das Naturschutzgebit ist Heimat von Belugawalen, Eisbären, Walrössern und Bartrobben. www.wild-russia.org Situated in the Nenetsky Autonomous Okrug, in northwestern Russia , Nenetsky Zapovednik has, since 1997, helped preserve the unique landscapes and biodiversity of the western part of the Russian Arctic.
Im Jahr 2007 haben die russische Regierung und der WWF die Waigatsch-Insel zu einem Naturschutzgebiet erklärt. Die Gewässer rund um die Insel beheimaten Walrösser sowie gefährdete Robben- und Walarten. de.wikipedia.org Waigatsch – Wikipedia
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Am 19. September 2013 wurde die dreißigköpfige Besatzung des Greenpeace-Schiffes Arctic Sunrise nach einem friedlichen Protest an der Prirazlomnaya-Plattform festgenommen. In Murmansk und St. Petersburg verbrachten die "Arctic 30" anschließend zwei Monate in Untersuchungshaft. Ihnen drohten mehrere Jahre Haft wegen Piraterie und Rowdytums. Erst nach einer von Präsident Wladimir Putin veranlassten Amnestie Ende des Jahres konnten die Aktivisten aus 18 Ländern Russland verlassen. www.youtube.com ► Teile das Video! ► Helfe den Arctic 30: http://bit.ly/freethearctic30 ► Werde Arktisschützer: http://savethearctic.org Weil eine Handvoll friedlicher Demon...